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Wie lindert man Couperose?

Was ist genau Couperose?

Couperose ist eine Dermatose, die sich durch eine ungewöhnliche Weitung der Hautblutgefässe äussert. Diese normalerweise mikroskopisch kleine und dünne Gefässe, verlieren die Fähigkeit, sich zusammenzuziehen. Eine diffuse Röte entsteht auf den Wangen, auf der Nase, eventuell auch auf Stirn und Kinn. Die Krankheit kann sich auch durch vorübergehende Rötung des Gesichtes zeigen. Diese heissen Haut-Flushs. Solche Schübe können chronisch sein.

Couperose wird oft vererbt und befällt sowohl Männer wie auch Frauen, vornehmlich im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Besonders betrifft die Krankheit Leute mit hellem Teint. In der Schweiz könnten 4,7% der Bevölkerung davon betroffen sein.

Wie kann man sie lindern oder behandeln?

Gemeinhin bleibt Couperose milde, ist aber nicht heilbar. Um der Rötung und der Verschlimmerung der Symptome mittel- und langfristig vorzubeugen, sind eine entsprechende Lebensweise und dermatologische Pflege unabdingbar.

In erster Linie sollte man auf bestimmte Auslöser achten: Vermeiden Sie langen und ungeschützten Kontakt mit der Sonne, starke Temperaturschwankungen, kalten Wind, stark gewürzte Gerichte und warme oder alkoholisierte Getränke. Dazu kommt, dass auch starke Emotionen, regelmässige Peelings oder Hautreinigungen, Produkte gegen Akne (vor allem kortikoid-haltige) und bestimmte Behandlungen zur Blutgefässerweiterung bei Bluthochdruck die Symptome verschlimmern können.  

Bei wechselndem Hormonhaushalt, wie z.B. in der Menopause, bemerken manche Frauen einen starken Anstieg von Hautrötungen. Nimmt die Rötung pathologische Züge an, kann der Hautarzt eine medikamentöse Behandlung empfehlen, etwa eine antibiotische Creme oder ein Beta-Blocker. Eine radikalere Option wäre, die geweiteten Blutgefässe entweder per Elektrokoagulation oder mit einem Laser operativ zu beseitigen. Die Zerstörung der Zellen hält für 2 bis 3 Jahre an, dann wird eine erneute Behandlung nötig.

Für Betroffene muss eine gute Schönheitsroutine folgendes beinhalten:

- Eine regelmässige Gesichtsreinigung mit einer Reinigungsemulsion, die den Hydrolipidfilm bewahrt und einem belebenden Gesichtstonic ohne AlkoholGeeignete und sanfte Reinigungsprodukte verhindern das Austrocknen der Haut und die Verstärkung von Rötungen.

- Feuchtigkeitsspendende Tagescreme, vorzugsweise auf Wasserbasis, Aloe Vera und parabenfrei.

Ausserdem kann ein Omega  3 Zusatz die für Couperose typischen Entzündungen reduzieren.


Gut zu wissen !

Wird Couperose nicht frühzeitig behandelt, kann sie sich über die Jahre verschlimmern. Sie kann entstellend werden, in schlimmen Fällen entstehen Pusteln und Pickel oder sogar eine Sichtbeeinträchtigung ähnlich einer Bindehautentzündung. Männer könnten eventuell unter einem Rhinophym leiden, einem Anschwellen der Nase.

In jedem Fall gilt es, keine Selbstdiagnose zu fällen! Verwechseln sie Rosazea nicht mit einer Schuppenflechte, Akne oder einer einfachen Rötung. Diese Krankheiten werden anders behandelt. Wir können Sie gar nicht oft genug dazu raten, mit Ihrem Hautarzt darüber zu reden.


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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Was ist Couperose?
Couperose beschreibt diffuse Rötungen und feine, erweiterte Äderchen, meist an Wangen, Nase und Kinn. Sie tritt häufig bei heller, empfindlicher Haut auf. Manchmal steht sie im Zusammenhang mit Rosazea, einer Hauterkrankung, die in die Hände einer Fachperson gehört.
Was sind die Ursachen von Couperose?
Begünstigt wird sie durch schwache Gefässe und eine erbliche Veranlagung. Temperaturwechsel, Sonne, Alkohol, scharfe Speisen, Stress oder eine zu aggressive Pflege können die Rötungen verstärken. Jede Haut reagiert auf eigene Auslöser – diese zu kennen hilft, sie zu meiden.
Was tun bei Couperose im Alltag?
Setzen Sie auf sanfte Pflege ohne aggressive Seife und heisses Wasser, und tupfen Sie die Haut trocken. Eine beruhigende Creme für empfindliche Haut und täglicher Sonnenschutz mindern Unbehagen und lassen den Teint ebenmässiger wirken. Kosmetik verbessert das Erscheinungsbild, lässt die Rötungen aber nicht verschwinden.
Couperose oder Rosazea – wo liegt der Unterschied?
Couperose steht vor allem für Rötungen und sichtbare Äderchen, während Rosazea eine umfassendere Hauterkrankung ist, die auch Pusteln und Hitzegefühle einschliessen kann. Nur eine Fachperson kann eine Diagnose stellen und eine passende Behandlung vorschlagen. Kosmetische Pflege bleibt eine Ergänzung für mehr Komfort.
Was sollte man bei Couperose vermeiden?
Meiden Sie grobe Peelings, austrocknende Schaumreiniger, sehr heisses Wasser und Produkte mit viel Alkohol. Auch starkes Reiben und Sonne ohne Schutz verstärken die Rötungen tendenziell. Besser ist eine schlichte, regelmässige und sanfte Routine.
Kann Kosmetik Couperose entfernen?
Nein: Kosmetik behandelt Couperose nicht und lässt sie nicht verschwinden. Sie kann Unbehagen beruhigen, die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und Rötungen optisch mildern für einen gleichmässigeren Teint. Bei störender oder fortschreitender Couperose ist der Rat einer Dermatologin oder eines Dermatologen empfohlen.